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Begleithunde – Teil 4

 

Die Gruppe

Während der Hundeführer auf dem Hundeplatz seine Übung vorführt, kommt gegen Ende der Leinenführigkeit eine Gruppe von Personen auf den Platz. Diese Personen muss das Hund-Hundeführer-Team umrunden und zwischen ihnen hindurchgehen. Auch muss sowohl mit als auch ohne Leine in der Nähe einer Person angehalten werden.

Die Personen sollen sich währenddessen etwas bewegen.

Im Regelfall werden sich diese Helfer in der Prüfung etwa in Form eines Vierecks aufstellen und wenige kleine Schritte in verschiedene Richtungen machen, jedoch dabei stets etwa ihre Positionen halten. Der Hund muss mit und ohne Leine jeweils einmal rechts- und einmal linksherum um eine Person geführt werden.

Auf diesem Bild wird eine Möglichkeit gezeigt, wie der Weg durch die Personengruppe aussehen kann.

Nachdem das Team die Gruppe verlassen hat begibt sich der Hundeführer wieder zum Startpunkt und zeigt das bereits einmal mit angeleintem Hund absolvierte Laufschema (s. auch „Begleithunde – Teil 3) erneut mit freifolgendem Hund.

Begleithunde – Teil 3

Leinenführigkeit und Freifolge

Die Fußposition

In der Prüfung muss der Hund sowohl mit als auch ohne Leine bestimmte Übungen zeigen (Winkel, Wendungen, etc.) und dabei die korrekte Fußposition einhalten. Diese ist in der Prüfungsordnung so definiert, dass der Hund sich „stets mit dem Schulterblatt in Kniehöhe an der linken Seite des Hundeführers“ befinden soll. (Quelle: VDH Begleithunde PO, S. 25)

Diese Position soll der Hund sowohl in Winkeln und Kehrtwendungen als auch im Lauf- oder langsamen Schritt halten. Vorprellen, seitliches Abweichen oder Zurückhängen sind fehlerhaft und führen zu Punktabzug.

Wenn der Hundeführer anhält, soll der Hund schnell und ohne zusätzliches Hörzeichen die sogenannte „Grundstellung“ einnehmen. Dabei sitzt der Hund gerade neben dem Hundeführer, die Schulter befindet sich wieder auf Kniehöhe.

Diese Position ist auch als Anfang und Ende jeder Übung in der oben genannten Prüfungsordnung (PO) verankert. „Jede Einzelübung beginnt und endet mit der Grundstellung. Der Hund sitzt auf der linken Seite gerade, ruhig und aufmerksam neben seinem Hundeführer mit dem rechten Schulterblatt in Kniehöhe. Das Einnehmen der Grundstellung ist zu Beginn jeder Übung nur einmal erlaubt.“(Quelle: s. o., S 23)

Kehrtwendungen

Die Kehrtwendung ist immer als Linkskehrtwendung zu zeigen. Dabei sind zwei verschiedene Ausführungen erlaubt.

  1. Der Hund bleibt die ganze Wendung hindurch an der linken Seite des Hundeführers
  2. Der Hund wechselt bei der Wendung hinter dem Hundeführer

 

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, die Euch Eure Trainer gerne erläutern. Diese zeigen/erklären auch die genaue Ausführung.

Nach einer Kehrtwendung bleibt der Hundeführer nicht stehen, sondern geht sofort weiter ohne Anzuhalten oder seinen Schritt zu verlangsamen.

Winkel

Wie der Name schon sagt: in der PO werden Winkel verlangt. Das heißt konkret, dass man eben keine wie auch immer geartete „Kurve“ laufen soll, sondern im 90° Winkel abwendet.
Das ist am Anfang für die meisten Hundeführer gar nicht so einfach; aber keine Sorge, das klappt mit etwas Übung und der richtigen „Fußtechnik“ ganz schnell.

Verschiedene Tempi

Die Fußarbeit wird im Normalschritt und auch für jeweils 10-15 Schritte im Laufschritt und im langsamen Schritt gezeigt. Die Geschwindigkeit soll sich deutlich unterscheiden und beim Wechseln der Gangart ist ein Hörzeichen für den Hund erlaubt.

Das „Laufschema“

Die oben beschriebenen Elemente werden in der Prüfung in einer bestimmten Reihenfolge vorgeführt und es sind bestimmte (mindest-)Schrittzahlen vorgegeben.

Diese Zeichnung enthält die durch die Prüfungsordnung vorgegebenen Schrittzahlen und Winkel.

Begleithunde – Teil 2

Voraussetzungen für die Teilnahme / benötigte Papiere

Um an einer Begleithundeprüfung teilnehmen zu können muss ein Hund mindestens 15 Monate alt, gesund und geimpft sein. (Tollwutimpfung!) Der Hund muss eindeutig identifizierbar sein. Das bedeutet, er muss mit einem Mikrochip oder einer Tätowierung gekennzeichnet sein. Sichtlich tragende und säugende Hündinnen sind nicht zugelassen.

Sowohl der Hundeführer als auch der Besitzer des Hundes müssen Mitglied in einem VDH-angeschlossenen Verein oder Verband sein. Dieser muss Leistungsurkunden ausstellen, in die das Prüfungsergebnis eingetragen wird.

Dies ist beim DVG, dem unser Sportverein angehört der Fall. Es gibt noch zahlreiche weitere Vereine/Verbände die Leistungsurkunden ausstellen mit denen bei DVG-Veranstaltungen gestartet werden kann. Bekannte Beispiele hierfür sind unter Anderem etwa dhv, SV oder der KfT. Bei Unsicherheit, ob die vorhandene Leistungsurkunde zur Prüfungsteilnahme berechtigt, stehen unsere Trainier für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Und woher bekommt man nun diese Leistungsurkunde? Als Mitglied eines DVG-Vereines findet man auf der Homepage unseres Verbandes das entsprechende Formular

Hier dann das pdf-Dokument „Antrag Leistungsurkunde“ (Achtung: 2 Seiten! Bitte doppelseitig ausdrucken) ausfüllen, ausdrucken und beim Vereinsvorsitzenden abgeben. Dieser unterschreibt den Antrag und sendet ihn an die DVG Hauptgeschäftsstelle, die dann das Dokument ausstellt und an den Verein sendet.

Folgende Papiere müssen am Tag der Prüfung vorliegen: (Bei Begleithundeprüfungen gibt man in der Regel alles ca. 10 Tage vor der Prüfung bei der Meldestelle/dem Prüfungsleiter ab. Genaue Angaben hierzu erhält man beim ausrichtenden Verein.)

  1. Anmeldung
  2. Leistungsdurkunde
  3. Impfpass des Hundes
  4. Sachkundenachweis des Hundeführers
  5. Mitgliedsausweis des Verbandes für den man startet
  6. Prüfungsgebühr

 

Beim Schreiben merke ich gerade, wie furchtbar kompliziert und verwirrend das alles klingt. Die Trainer erklären das im Vorfeld aber genau und helfen wenn es Unklarheiten gibt auch gerne beim Ausfüllen der Formulare.

Begleithunde – Teil 1

Halsband und Leine

Bei der Begleithundeprüfung besteht die vorgeschriebene Ausstattung des Hundes laut DVG-Prüfungsordnung aus einem „… tierschutzgerechten handelsüblichen Halsband oder Brustgeschirr“.

Was bedeutet das nun genau?

  • Das Halsband sollte ein „normales“ Nyon oder Lederhalsband sein, das mit einer Schnalle oder einem Schnappverschluss geschlossen wird.
  • Ebenso geeignet ist ein Schlupfhalsband, das jedoch unbedingt eine Zugbegrenzung haben muss.
  • Ein Brustgeschirr soll einfach gehalten sein.
  • Die Leine soll 1 Meter lang und aus einem glatten, nicht zu schweren Material sein.

 

Nicht zulässig sind:

  • Bei Geschirren: Große Seitenteile mit Beschriftungen (wie z. B. bei Rettungshund-Geschirren) o. Ä.
  • sog. „Retrieverleinen“, bei denen Leine und Halsband eine Einheit bilden (der Hund muss während der gesamten Prüfung ein Halsband tragen -> die Leine muss einzeln abgenommen werden können)
  • Zughalsbänder ohne Stop (sog. „Würgehalsbänder“)
  • Stachelhalsbänder

 

Soweit die Prüfungsordnung.
Es bedarf eigentlich keiner gesonderten Erwähnung; der Vollständigkeit halber hier aber trotzdem der Hinweis: Hund mit den beiden letztgenannten „Ausstattungen“ dürfen in unserem Verein nicht am Training teilnehmen.